Case Studies, Collaboration, Intranet 4.0

Sechs Methoden zur Einbindung von Gen Z-Mitarbeitern im Arbeitsumfeld

Von Sebastien Ricard, CEO, LumApps

Bei fast einem Drittel der 7,7 Milliarden Menschen auf der Erde, ist die Generation Z (Gen Z) heute zahlreicher als die Millennials. Viele treten jetzt ins Berufsleben ein und werden bald einen erheblichen Anteil der Belegschaften ausmachen. Die Gen Z ist aus einem wichtigen Grund eine besondere, einzigartige Generation: Sie ist online aufgewachsen. Unglaubliche 96 % davon besitzen ein Smartphone und die Hälfte von ihnen verbringt täglich 10 Stunden oder mehr an einem elektronischen Gerät. Diese jungen Erwachsenen haben eine andere Art zu Arbeiten und sich auszutauschen entwickelt, da sie fast ausschließlich mit Technologie aufgewachsen sind.

Was bedeutet das also für die Geschäftswelt? Weil die Gen Z die Welt auf eine deutlich andere Art und Weise erlebt und belebt, als frühere Generationen, muss die Wirtschaft sich darauf vorbereiten, ihre Methoden anzupassen und neu zu bewerten.

Bevor Sie jedoch einen Plan entwickeln, um diese kommende Generation einzubinden, müssen Sie unbedingt ihre wichtigsten Belange kennen. Stagnierende Gehälter gehören dazu. Die Einstellung von jungen, schlecht bezahlten Arbeitskräften, die gerade auf den Arbeitsmarkt kommen, stagniert seit 2000. Steigende Schulden ist ein weiterer wichtiger Punkt. Erwartungsgemäß geben 46 % der Gen Zer an, die Schulden aus ihrem Studienkredit seien ihre größte finanzielle Sorge. In Verbindung mit steigenden Kreditkartenschulden wird klar, dass Langzeitschulden ein maßgebliches Problem dieser Generation sein werden.

Viele sind auch unzufrieden mit ihrem aktuellen Job. Rund 40 % der Gen Zer geben an, dass sie bereuen, ein Stellenangebot angenommen zu haben. Dazu kommt der Stress, der mit diesen Sorgen verbunden ist. Die Bereitstellung einer geeigneten Krankenversicherung, oder Möglichkeiten wie Home Office oder flexible Arbeitszeiten können viel dazu beitragen, den Stress junger Mitarbeiter zu verringern.

Unter Berücksichtigung der oben genannten Punkte sind hier sechs Möglichkeiten aufgeführt, um Ihre Gen Z-Mitarbeiter in Ihr Unternehmen einzubinden.

1. Nutzen Sie ihre Technologie- und Social Media-Kompetenzen

Die Gen Zer sind mit Smartphones und Internet aufgewachsen wie noch keine andere Generation vor ihnen. Ein Großteil ihres täglichen Austauschs erfolgt im digitalen Bereich – entweder in den sozialen Medien oder bei Surfen im Internet – und sie sind mit vielen technologischen Tools und Apps bestens vertraut. Ihr Unternehmen sollte diese Kompetenzen in der Nutzung von Technologien im Rahmen einer dynamischen und attraktiven Online- und Social Media-Präsenz zum Tragen bringen. Tun Sie das nicht, verpassen Sie eine wunderbare Gelegenheit, sie als Markenbotschafter einzusetzen.

2. Vergessen Sie dabei nicht die altmodischen „persönlichen Gespräche“

Die Gen Z ist die am stärksten technologisch ausgerichtete Generation, aber hier geht es nicht um die „FaceTime“-App ihrer iPhones. Sie betrachten den persönlichen Austausch, das heißt „Face Time“ als die beste Kommunikationsmethode. Die Gen Z braucht auch die tägliche Kommunikation und Zusammenarbeit mit anderen. Das kann durchaus überraschen, wenn man sich auf das stereotypische Bild von jungen Leuten beschränkt, die ständig auf ihr Smartphone starren. Als Führungskraft müssen Sie Ihre Mitarbeiter verstehen, statt sie in vordefinierte Kategorien einzuteilen.

3. Bereiten Sie sich auf höhere Erwartungen vor

Im Hinblick auf das Management erwarten Gen Zer mehr von ihren Führungskräften. Die wichtigsten Punkte dabei sind die Bereitschaft, sich auszutauschen, gute Schulungen und häufigere Leistungsbewertungen. Viel möchten tägliches Feedback über ihre Arbeit. Das kann für ältere Führungskräfte, die sich mit einer jährlichen Mitarbeiterbewertung begnügen, durchaus eine Herausforderung sein. Es macht ihnen natürlich mehr Arbeit, aber diejenigen, die bereit sind, diese zusätzliche Zeit zu opfern, werden dann mit zufriedeneren, engagierteren und produktiveren Mitarbeitern belohnt.

4. Die Ausbildung der Führungskräfte von morgen

Bei dem Interesse für Führungspositionen von rund 60 % der Gen Zer, bildet das heutige Management vornehmlich die Unternehmensleiter von morgen aus. Die Erfüllung ihrer Bedürfnisse und Einbindung ihrer Kompetenzen wird das Beste aus ihnen herausholen und ihnen die Mittel geben, gute Führungskräfte zu werden.

5. Anpassen und improvisieren

Die Fähigkeit, sich an die wechselnden Bedürfnisse der Belegschaft anzupassen, wird zukünftig eine Gemeinsamkeit aller erfolgreichen Unternehmen sein. Diejenigen, die sich den Änderungen widersetzen und sich an veraltete Politiken klammern, um ihr Überleben zu sichern, werden mit einer hohen Mitarbeiterfluktuation, schwachen Produktivität und einem weniger konkurrenzfähigen Unternehmen zurecht kommen müssen. Junge Erwachsene besitzen nützliche und wichtige Kompetenzen, die Ihrem Unternehmen den Anschluss an seine modernen Kunden sichert. Nutzen Sie diese Entwicklung, damit ihr Unternehmen dynamisch und gut aufgestellt ist, um zukünftige Herausforderungen anzunehmen.

6. Begeistern Sie sich für Vielfältigkeit, Einbindung und soziale Missionen

Gen Zer zeigen den Weg, indem sie Vielfältigkeit und Einbindung in allen Lebensbereichen fördern. Sie merken auch schnell, wenn Bemühungen nicht ehrlich gemeint sind, und fordern alles heraus, was sie als Fake empfinden. Das gilt auch für soziale Missionen. Wenn Ihr Unternehmen sich für eine solche Mission entscheidet, sollten Sie sicherstellen, dass die Bemühungen ehrlich gemeint sind und von der Unternehmensleitung unterstützt werden.

Want to know more on Intra.NET trends?

Join ScaleUp 360° Intra.NET Europe: 14. – 15. Oktober 2020